Eine intakte Natur ist kein Luxus, sondern gehört zur Grundversorgung – insbesondere für die Menschen, die in kleinen Wohnungen wohnen oder die keinen Balkon und keinen eigenen Garten haben, sind die Parks und Spielplätze um die Ecke ganz besonders wichtig. Sie sind unverzichtbarer Teil der öffentlichen und sozialen Infrastruktur – ob zur Erholung oder als Treffpunkt. Aber auch hier bleiben die Hitzesommer und die Trockenheit der vergangenen Jahre nicht ohne Folgen – wie die umgestürzte Linde auf dem Boxi auf traurige Weise zeigt und die deutlich macht: wir brauchen mehr Gelder für unsere Stadtbäume. Die Klimakrise ist eine reale Gefahr für unsere Existenzgrundlage auf diesem Planeten. Das Zeitfenster, die Klimakrise ganz abzuwenden, haben wir bereits verpasst. Aber noch können wir die schlimmsten Folgen abmildern und die Transformation hin zu einem klimaneutralen Berlin schaffen, dass auch Vorbild für andere Metropolen sein kann. Um Berlin auf den 1,5-Grad-Pfad zu bringen, müssen wir jetzt entschieden handeln. Es ist zentral, Berlin auf die Folgen der Klimakrise vorzubereiten und den Beweis anzutreten, dass und wie auch eine Metropole klimaneutral werden kann. Dafür brauchen wir mehr statt weniger Grün in der Stadt – gerade im mit Grünflächen unterversorgten Südkiez. Dazu zählen auch Gemeinschaftsgärten und Urban-Gardening-Initiativen, von Nachbar*innen angelegte Baumscheiben oder Hofbegrünungsinitiativen, die mehr unterstützt werden müssen. Auch die Entsiegelung von Flächen spielt eine wichtige Rolle. Ein weiterer Baustein auf Landesebene ist eine ökologisch reformierte Bauordnung, die den Rahmen für Neubau und Nachverdichtung neu definiert und für die ich mich einsetzen werde. Die Herausforderungen sind enorm und wir brauchen Mut, sie entschlossen anzugehen. Wir müssen jetzt die Klimakatastrophe stoppen, denn wir werden die letzte Generation sein, die dazu die Chance haben wird.