SPD und CDU wollen die A100 vom Treptower Park mitten durch Wohnkieze in Friedrichshain verlängern. Ich halte das für rückwärtsgewandten Unsinn und setze mich gegen den Weiterbau der Stadtautobahn ein. Über Jahrzehnte wurde in Berlin für das Auto geplant und die „autogerechte Stadt“ in Beton gegossen. Das hat sich durch grünen Druck auch auf Landesebene trotz massiver Widerstände endlich geändert. Das Mobilitätsgesetzt ist ein wichtiger Schritt zu einer Verkehrswende, die den öffentlichen Nahverkehr sowie den Fuß- und Radverkehr in den Mittelpunkt stellt. Mit den Popup-Radwegen haben wir im Bezirk gezeigt, dass Veränderungen auch kurzfristig möglich sind – davon brauchen wir mehr. Gleichzeitig bleibt nicht nur im Friedrichshainer Südkiez sondern auch auf Stralau noch einiges zu tun. Entscheidend sind neue Verkehrskonzepte, die nicht nur einzelne Straßen in den Blick nehmen, sondern ganze Wohnblocks im Zusammenhang denken. Genauso wichtig ist es, dass endlich konsequent gegen das Zuparken von Kreuzungen oder Radwegen vorgegangen wird. Auch darf es nicht mehr passieren, dass wichtige ÖPNV-Anbindungen aufgrund von Baustellen einfach unterbrochen werden, wie jüngst auf Stralau erneut passiert. Ich möchte mich dafür auf Landesebene einsetzen, dass die BVG in die Pflicht genommen wird, für adäquaten Ersatz zu sorgen und die Anbindungen verbessert werden.